Tschechien 2016

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Bereits auf der Anfahrt hatten wir mal wieder unsere mittlerweile schon fast traditionellen Probleme, so dass wir wieder ein Paar neue Tschechische Örtchen erkundeten. Nach insgesamt ca. 11 Stunden, erreichten wir dann pünktlich zum Frühstück, unsere Freunde in Zubri.

Die erste Regenpause nutzten wir direkt um

unsere Zelte im Trockenen aufzubauen, was auch relativ gut und zügig klappte. Im Anschluss stand erst einmal Freizeit auf dem Programm, damit vor allem die Betreuer eine Chance hatten, sich von der anstrengenden Hinfahrt auszuruhen. Den Abend verbrachten wir dann gemeinsam mit unseren Tschechischen Freunden beim Grillen.

 

Bereits am Freitag stand das erste Highlight auf dem Plan und es ging in den HeiPark nach Tosovice. Dort gab es verschiedenen Attraktionen wie eine Sommerrodelbahn, Bullenreiten und „Tubing“ (eine Art Reifenrutsche ohne Wasser). Zum Glück hatte sich das Wetter deutlich verbessert und wir konnten den einen oder anderen Sonnenstrahl genießen.
Am nächsten Tag wanderten wir zum „Radehost“, einem Berg an der Tschechisch/Slowakischen Grenze. Leider spielte das Wetter überhaupt nicht mit und wir wanderten ausschließlich im Nebel. Daher konnten wir die sonst so schöne Aussicht dort nicht genießen, weshalb wir unsere Wanderung auch deutlich verkürzt haben. Am Nachmittag fuhren wir in das nahegelegene Hallenbad, wo sich unsere Jugendlichen ausgiebig austoben konnten.
Der Sonntag führte uns zu Feuerwehrwettbewerben der Aktiven in der Nähe von Zubri. Heute hieß es eigentlich erstmal nur zugucken, antreten sollten wir erst an einem anderen Tag bei den Jugend-Wettbewerben, aber dazu später mehr. Bei diesen Wettbewerben musste ein Parcours mit verschiedenen Hindernissen als Einzelwertung in kompletter Schutzausrüstung durchlaufen werden. Als Hindernisse musste zum Beispiel eine über zwei Meter hohe Wand überquert werden, eine Übungspuppe, ca. 80kg schwer, mehrere Meter weit gezogen werden, ein Hammer 60 Mal geschwungen werden und noch einige weitere Hindernisse überwunden werden. Der Parcours ähnelte einem „Barrier Run“, wie sie in Deutschland auch immer populärer werden, nur eben mit Bezug auf Feuerwehr. Schnell wurde natürlich darüber spekuliert, wie schwer es wohl ist und ob wir das auch schaffen könnten. Da hat nichts anderes geholfen, als es selber aus zu probieren. Wie bei der Tschechischen Gastfreundschaft nicht anders zu erwarten, war es natürlich, trotz lange abgelaufener Anmeldefrist, kein Problem noch einen unserer Betreuer nach zu melden. So konnte unser Feuerwehrmann schon wenige Minuten später, mit vor Ort noch schnell organisierter Kleidung, starten. Am Ende reichte es sogar für einen guten Platz im Mittelfeld. Abends wurde dann mit tschechischen Jugendlichen noch über das Thema Flüchtlinge diskutiert. Auch hier konnte wieder festgestellt werden, je weniger Flüchtlinge vor Ort, desto größer die Angst vor ihnen. Da war es gerade gut, dass unsere Jugendlichen, durch den Kontakt mit den Flüchtlingen in Rosdorf, viele positive Erfahrungen zu berichten hatten.

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Am Montag war dann wieder Action für alle angesagt. Es ging in einen Kletterpark, der neben dem Klettern aber noch viele weitere Attraktionen zu bieten hatte. Natürlich war für uns wieder ein all-inclusive-Paket organsiert worden, so dass wir alle Attraktionen frei benutzten konnten. Vom Klettern, über aufblasbare Bälle in denen man übers Wasser laufen konnte, bis hin zu einem riesigen Ball in dem zwei Menschen Platz fanden und einen Berg hinunter gerollt sind hatten die Jugendlichen und auch die Betreuer einen riesen Spaß. Vorab ging es noch nach Roznov auf die Ziegenfarm. Dort konnten wir die Babys auf den Arm nehmen und den alten Ziegen beim Melken zusehen. Anschließend durften alle noch die hofeigenen Produkte probieren.

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Der Dienstag war wieder etwas ruhiger. Am Vormittag ging es in das walachische Museum von Roznov in dem über einen kompletten Berg, ein ganzes walarisches Dorf nachgebaut war, mit Häusern für alle handwerklichen Berufe, die es früher gab. Alle Häuser konnten auch von innen betrachten und sehen wie die Leute früher gearbeitet und gelebt haben. Ein Guide hat uns dazu noch die passenden Informationen auf Deutsch gegeben. Der Nachmittag stand allen zur freien Verfügung. Einige nutzten die Zeit um etwas Schlaf nach zu holen, andere um ihre Feldbetten zu reparieren oder mit den ansässigen Jugendlichen Fußball zu spielen. Ausserdem zeigte uns Bob an diesem Nachmittag noch alles was mit Indianern und Feuer machen zu tun hatte.

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Am Mittwochmorgen haben wir uns als Erstes eine Skisprungschanze angeschaut, zu unserer Überraschung wurde dort sogar trotz sommerlicher Temperaturen trainiert. So konnten wir uns sogar noch ein paar Sprünge anschauen. Danach ging es auf einen Baumwipfelpfad. Oben in den Baumkronen konnten wir nun viel über die lokale Vogelwelt erfahren. Am Nachmittag fuhren wir dann mit einer Seilbahn auf Radehost. Hinunter ging es dann eine steile Straße auf Rollern. Die 5,4 km lange Strecke haben fast alle ohne Verletzungen überstanden. Ausnahmeathlet war unser tschechischer Freund Christoph. Am Abend besuchten wir noch alle zusammen einen tschechischen Gottesdienst in der Kapelle unseres Partnerortes Stare Zubri.
Donnerstagmorgen war schon früh Abfahrt. Es ging in eine große Höhle. Wir erfuhren viel über die Entstehung und Entdeckung der Höhle und versuchten uns an süßen Oblaten, die eine Spezialität der Region waren. Den Abend ließen wir dann gemütlich am Lagerfeuer ausklingen.

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Der Freitag stand ganz im Zeichen der Feuerwehr. Zunächst ging es nach Valasska Mezirici, wo wir uns die Berufsfeuerwehr für die Region anschauten. Uns wurde viel über die Arbeit der Feuerwehr in Tschechien gezeigt, so dass wir herausfinden konnten, wo die Unterschiede zu uns in Deutschland liegen. Und jeder durfte einmal mit der Drehleiter nach ganz oben fahren. Am Nachmittag wurden dann extra für uns tschechische Wettbewerbe organisiert, bei denen wir gegen 3 andere Jugendfeuerwehren angetreten sind. Die tschechischen Wettbewerbe unterscheiden sich sehr stark von den deutschen, daher mussten wir uns im Vorhinein erst einmal einen Plan machen. Unsere tschechischen Freunde waren uns dabei allerdings eine sehr große Hilfe. Am Abend hat Mario uns dann noch ein Überraschungslivekonzert auf dem Feuerwehrgelände organisiert, mit dem wir den Abend dann ausklingen lassen haben.
An unserem letzten Zeltlagertag stand ein Fußballturnier auf dem Plan. Bei inzwischen sehr sommerlichem Wetter traten wir so mit 5 Gruppen an, drei weitere Gruppen kamen aus Stare Zubri. Bei dem Turnier musste jede Mannschaft gegen jede andere Mannschaft spielen, so dass jedes Team am Ende sieben Spiele absolviert hat. Trotz starken Bemühungen unserer Teams, dominierten trotzdem die Tschechien das Turnier. Dort wird einfach noch mehr Sport getrieben als bei uns. Am Ende hatten aber alle trotzdem viel Spaß beim Fußball spielen und das war ja die Hauptsache.

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Am Sonntag hieß es dann wieder Abschied nehmen. Wie auch in den vergangenen Jahren viel dies natürlich nicht leicht, da sich die ein oder andere deutsch – tschechische Freundschaft gebildet oder wieder vertieft hat. So floss bei der Abfahrt auch die ein oder andere Träne. Aber schon in ein paar Monaten treffen wir ja einige unserer Freunde in Rosdorf zu unserem 45-Jährigen Jubiläum wieder. Nach gut 9 Stunden Fahrt haben wir dann Rosdorf wieder gut und sicher erreicht.