Jugendfeuerwehr erobert Königsdorf!

zeltlage titel

Die Deutsche Jugendfeuerwehr veranstaltete dieses Jahr anlässlich ihres 50. Geburtstages eines der größten Zeltlager Deutschlands mit ca. 4500 Teilnehmern. Dazu luden sie alle Jugendfeuerwehren aus Deutschland ein. Dort durften wir natürlich nicht fehlen.

Also fuhren wir mit 20 Jugendlichen und 5 Betreuern in den Freistaat Bayern südlich von München in das Bad Tölzer Land. Nach 9 Stunden Fahrt und einer Wartezeit aufgrund des Unwetters von 6 Stunden trafen wir endlich auf dem komplett durchweichten Zeltplatz ein. Hier hieß die Devise: Das Genie beherrscht das Chaos. Somit schafften wir es in kürzester Zeit unsere Zelte trotz einsetzender Dunkelheit aufzubauen. Die Feinheiten wurden auf den nächsten Tag verlegt. Müde und erschöpft war um 23 Uhr absolute Stille in unseren Zelten.

Am nächsten Tag wurden wir von den ersten Sonnenstrahlen geweckt, die uns auch den ganzen Tag begleiteten. Nach dem frühen Frühstück hieß es erst einmal Einrichten und Umgebung erkunden. Beim Frühstück mussten wir bereits feststellen, dass die Organisation des Zeltlagers nicht gerade die Beste war. Die Verwaltung hangelte sich von Tag zu Tag mit neuen Lerneffekten. Gegen Abend stellte sich erneut Gewitter mit Starkregen ein, dem bereits die ersten Zelte zum Opfer fielen. Wir hatten einen ziemlich guten Platz sowie unsere Erfahrung mit solchen Unwettern, so dass wir es immer warm und trocken hatten.

Am Montag begann dann das Aktionsprogramm, zu dem wir uns  bereits im Vorfeld angemeldet hatten. Unser Ziel war es heute im strahlenden Sonnenschein durch den Wald zur nahegelegenen Feuerwehrschule nach Geretsried in 1,5h zu wandern, und unterwegs einige lustige Aufgaben zu bewältigen. Dort standen dann unsere Autos, mit denen wir zum Bibisee fuhren. Nach einigen Stunden Schwimmen, Rutschen und Sonnenbaden an einem sehr schönen Badesee ging es dann rechtzeitig zum Abendessen wieder zurück ins Zeltlager. Dort erwartete uns mal wieder ein Unwetter mit Starkregen. Aber alle fielen glücklich und erschlagen noch vor der Nachtruhe in Ihre Kojen.

Am nächsten Morgen hieß es um 6:30 Uhr aufstehen und anschließend frühstücken. Denn es ging um kurz nach 8 Uhr bereits nach München zur Stadtrally. Unsere erste Stadtrally mit Munzees. Munzees waren QR-Codes, die in ganz München verteilt, versteckt angebracht wurden und mit dem Handy gescannt werden konnten. Anschließend erschien dann eine Frage zu dem entsprechenden Ort auf dem Handy, für dessen richtige Beantwortung man Punkte bekommen hat. Mit voller Begeisterung und Elan schafften wir es bis zum vereinbarten Zeitpunkt viele Munzees zu sammeln. Eine Gruppe von 4 Betreuern und 7 Jugendlichen hatte jedoch nicht genug und wollte alle Munzees ergattern. Das bedeutete Leider auch, dass sie den Zug verpassten und somit nahm das Chaos seinen Lauf. Dunkelheit – kein Shuttel – kein Auto – keine Möglichkeit. Wir schafften es irgendwie doch noch ein paar Helfer zu überreden uns ins Zeltdorf zu fahren und waren dann alle nach ca. 20 km Fussweg durch München und abenteuerlicher Heimreise um ca. 24 Uhr angekommen. Dort stellten wir fest, dass es uns noch gut erging. Während wir in München recht gutes Wetter hatten ging im Zeltlager die Welt unter. Strassen hatten sich zu Flüssen verwandelt und flossen dann direkt durch Zelte anderer Zeltdörfer oder brachen unter der Last der Wassermassen zusammen. In unserem Zeltdorf war eine super gute Gemeinschaft und es passierte nichts, da bei uns das Motto großgeschrieben war: Alle für Einen!

Am Mittwoch brauchten wir dann erst um 8:20 Uhr beim Frühstück sein. Somit konnten wir etwas länger schlafen. Das mussten wir auch, da heute das Brennballturnier im strahlenden Sonnenschein anstand. Wir traten mit 2 Teams an und belegten nicht so erfolgreiche Plätze aber hatten dafür umso mehr Spaß mit den anderen Jugendfeuerwehren mit denen wir gute Kontakte knüpften. An diesem Abend erwachte dann auch zum ersten Mal das Dorfleben. Es gab keinen Regen dafür aber extremes Gewusel auf unserem Platz, bei dem auch der Kontakt zu den anderen Jugendfeuerwehren vertieft wurde.

Donnerstag stand dann der Weltrekordversuch auf der Tagesordnung. Morgens begannen wir mit dem Tanztraining gefolgt von einer 2 stündigen Pause und dem anschließenden Weltrekordversuch, bei dem wir jedoch ca. 2 Stunden in der prallen Sonne aushalten mussten. Am Ende hatten wir es jedoch geschafft und konnten uns von nun an Weltrekordhalter im Tanzen der größten Jugendfeuerwehrgruppe nennen. Jetzt hieß es nur noch den anschließenden Offiziellen Teil zu überstehen, um dann den Abend zur freien Verfügung zu haben. Der Tag war sehr anstrengend und die jüngeren unter uns fielen ziemlich schnell in Ihre Betten. Mit dem Rest feierten wir noch in den Zwillingsgeburtstag rein.

Am Freitag stand dann eines unserer Höhepunkte auf dem Programm. Es ging nach Lenggries zum Bullcarts fahren. Mit dem Skilift ging es den Berg hinauf, um anschließend mit einem dreirädrigen Kettcar über eine kurvenreiche Strecke  in rasanter Fahrt wieder den Fuß des Bergs zu erreichen. Es hat allen viel Spaß gemacht.
Im Anschluss ging es dann zum Abkühlen nochmal an den Bibisee. Gegen 17 Uhr trafen wir wieder am Zeltplatz ein um bereits einige Vorkehrungen für die Heimreise zu treffen und die nahegelegene Isar zu besuchen. Nach einem idyllischen Abschlussabend vielen alle erschöpft zum letzen Mal in Ihre Betten. Manche früher – andere später!

Am Samstag waren alle Uhren auf Abreise gestellt. Also hieß es schnell abzubauen um schnell wegzukommen ohne dem Chaos zu erliegen. Wir schafften es pünktlich um 10 Uhr das Zeltplatzgelände zu verlassen um unsere Heimreise anzutreten. Nach 7-8 Stunden Fahrt kamen dann alle am Feuerwehrhaus an. Einige Eltern warteten bereits dort auf unsere Ankunft -  Sie mussten sich jedoch noch etwas gedulden, bis alle Sachen im Feuerwehrhaus verstaut waren.

Alles in allem war es ein sehr chaotisches aber lustiges Zeltlager, bei dem alle ihren Spaß hatten und wir viele Kontakte zu neuen Jugendfeuerwehren aufbauen konnten.