Sommerzeltlager 2013

DSC 1093Unser diesjähriges Sommerzeltlager hat uns an den schönen Bodensee in die Nähe der Stadt Lindau verschlagen. Unserer Campingplatz lag zwar nicht direkt am See, jedoch hatten wir einen großen Pool und Sportplätze auf unserem Platz. Außerdem bot die Umgebung viele Gelegenheiten etwas zu unternehmen. So konnte wir auf Berge klettern,...

 

durch Schluchten wandern, in verschiedenen Seen schwimmen gehen, in Klettergärten durch die Bäume klettern, Wasserski fahren und vieles mehr.

Aber fangen wir mit unserem Bericht erst einmal am Anfang an, bei unserer Anreise. Nach ermüdenden 8 Stunden Fahrt kamen wir im strömenden Regen auf unserem Campingplatz an. Weil es während der gesamten Fahrt nicht einmal aufgehört hat zu regnen, erwarteten wir auch für die nächsten Stunden keine Änderung der Wetterlage - und so war es dann auch. Bei mal stärkeren und mal etwas schwächeren Regen bauten wir routiniert wie immer unsere Zelte auf und räumten alles ein. Ein gutes hatte der Regen sogar, wir haben unsere Zelte von Anfang an sehr Regensicher aufgebaut und waren so vor allen weiteren Niederschlägen geschützt. Außerdem hat die Erfahrung gezeigt, dass wenn wir beim Aufbauen schlechtes Wetter hatten, wir im restlichen Zeltlager sehr gutes Wetter bekommen würden.


Nach dem anfänglichem Regen, lebten wir uns Sommerzeltlager 2013 Bodensee 59am Sonntag bei bereits gutem Wetter auf dem Zeltplatz ein. Am Nachmittag machten die Oldtimer, die ein Rennen am Bodensee fuhren, bei uns Pause und alle schauten sich die tollen Autos aus der Nähe an. Am Montag begannen wir mit unserem vielseitigem Programm. Passend dazu wurde auch das Wetter immer besser und wir hatten fast 30 Grad und Sonne. Als erstes stand eine Wanderung durch eine schmale Schlucht mit vielen Wasserfällen auf dem Programm. Nach einer guten halben Stunde Wanderung durch das wunderschöne Tal standen wir plötzlich vor einer Absperrung. Was wir nicht wussten, bei den starken Regenfällen vor einem Jahr ist ein Teil der Schlucht eingestürzt und war nun unpassierbar. Somit mussten wir uns einen anderen Weg suchen, um doch noch zu dem Stausee am Ende der Schlucht zu gelangen. Dies bedeutete zwar zuerst einmal den gesamten Weg wieder zurück und dann die Strasse steil hinauf zum See. Dort wurde erst einmal eine Erholungspause eingelegt. Nun stand die Entscheidung für den Rückweg an. Entweder den kürzeren Weg an der langweiligen Strasse entlang oder den schöneren und interessanteren Weg, der aber auch länger war. Wir entschieden uns für den schöneren Weg - welches auch die richtige Entscheidung war. Und am Ende überlebte auch jeder diese Strapazen. Außerdem war es eine gute Übung für unsere nächste Wanderung.


Sommerzeltlager 2013 Bodensee 17Am nächsten Tag hieß es dann erst einmal wieder ausruhen und den Tag am Bodensee genießen. Abends bekamen wir dann Besuch von einem netten Herren der Freiwilligen Feuerwehr Ravensburg. Er hatte unsere Zelte an denen große Banner mit der Aufschrift „Jugendfeuerwehr Rosdorf“ hängen, die schon von der am Campingplatz vorbeilaufenden Schnellstraße zu sehen waren, gesehen und lud uns zu einer Führung in die Feuerwehr Ravensburg ein. Somit machten wir uns am nächsten Tag dann auch auf den Weg nach Ravensburg und wurden dort sehr nett und freundlichen empfange. Wir durften uns zuerst einmal in dem extra für uns geöffnetem, zur Feuerwehr gehörendem Feuerwehrmuseum umsehen und erfuhren viel über die Geschichte der Feuerwehr, insbesondere der aus Augsburg. Anschließend ging es in die Fahrzeughalle, in der es doch einige Fahrzeuge mehr als in unserer Feuerwehr gab, nämlich 25 an der Zahl. Nach einer interessanten Führung ging es dann noch in die Innenstadt, wo jeder Gelegenheit zum Shoppen bekam oder auch einfach nur gemütlich ein Eis gegessen hat. Zu erwähnen wäre dabei noch, dass dies der sonst einzige Regentag war - also gutes Timing.


Auch am Donnerstag hatten wir wieder ein volles Programm. Es ging Richtung Immenstadt bei strömenden Regen. Wir wollten schon aufgeben, aber die Einheimischen konnten uns vom Gegenteil überzeugen. Und sie hatten Recht. Nachdem wir mit der Seilbahn nass auf dem Berg ankamen, klärte sich der Himmel auf und wir konnten bei Sonnenschein drei Stunden lang in Deutschlands größtem Kletterpark klettern so viel wir Lust hatten. Insgesamt gab es fast 20 verschiedene Strecken, mit 177 verschiedenen Elementen in bis zu 15 Metern Höhe mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Vom Berg hinab ging es dann spektakulär mit Deutschlands längster Sommerrodelbahn, in der man selbst ohne Bremsen mehrere Minuten bis nach unten brauchte. Auf dem Rückweg hielten wir noch an einer Sennerei in Böserscheidegg, in der wir Hautnah erleben konnten wie Käse hergestellt wird.


Nach zwei Tagen Programm war nun mal wieder Zeit zum Ausruhen. Vormittags ging es auf nach Lindau-Insel zu einer Stadtrally und anschließendem Shopping. Am Nachmittag ruhten wir uns dann auf unserem Campingplatz und im Zeltplatz eigenem Freibad aus, bevor wir am Samstag zu einer Wanderung auf die Mittagsspitze aufbrachen. Keiner von uns wusste was uns wirklich erwartet, die Broschüren beschrieben einen steilen Wanderweg über Geröllfelder für geübte Kletterer.


Sommerzeltlager 2013 Bodensee 33Auf die Hochebene von der aus wir los laufen wollten ging es mit einer Seilbahn. Oben angekommen konnten wir schon einen ersten Eindruck von dem Ausmaß unserer Wanderung bekommen. Der erste Streckenabschnitt ging über die Hochebene vorbei an Ziegen und Kühen, die so zahm waren, dass man sie sogar anfassen konnte. Danach wurde der Weg schnell enger und steiler, bis der Trampelpfad dann schließlich wie in der Broschüre beschrieben über Geröllfelder ging und man sich an einigen Stellen an einem Tau festhalten musste um hoch zu kommen. Einen ausführlichen Bericht zu unserer Wanderung findet ihr hier.


Nun nährte sich unser Zeltlager langsamSommerzeltlager 2013 Bodensee 62 schon wieder dem Ende zu. Am nächsten Tag stand das letzte Highlight an. Erst einmal ging es an den ca. 50 km entfernten Alpsee in der Nähe von Immenstadt. An dem See mit glasklarem, kühlem Wasser hatten wir Gelegenheit zu schwimmen, uns zu sonnen oder auch einfach nur ein Eis zu essen. Dann ging es am Abend zu einer nahegelegenen Wasserskianlage, die wir uns für zwei Stunden komplett gemietet haben. Nachdem alle mit Neoprenanzug, Ski, Schwimmweste und Helm ausgestatten waren, konnte es los gehen. Wie erwartet, schlugen die ersten Startversuche bei fast allen erst einmal fehl, meistens sehr zur Erheiterung der Zuschauer. Nur wenige schafften es gleich beim ersten Mal auf den Brettern genug Halt zu finden um wenigstens einige Meter zu fahren. Eine ganze Runde schaffte niemand auf Anhieb. Doch nach einer knappen Stunde, hatte sich das zum Glück bei den meisten geändert, zwar scheiterte immer noch der ein oder andere am Startversuch, aber es wurden auch schon die ein oder anderen Runden gefahren. Bis zum Ende schafften es eigentlich alle, mindestens bis zur ersten Kurve zu fahren. Um ca. 23 Uhr kamen alle erschöpft aber glücklich wieder am Zeltplatz an.


Am Montag stand dann die letzte Unternehmung an. Es ging zu den Rheinfällen nach Schaffhausen. Wir mussten dazu in die ca. 105 km entfernte Schweiz fahren. Leider benötigten wir für diese Strecke fast 3 Stunden. Die Rheinfälle an sich waren sehr schön anzusehen, jedoch nicht so spektakulär wie erwartet. Was jedoch extrem war, waren die Preise. Eine Kugel Eis sollte 3,50 € und 1,5l Eistee sogar 14,00 € kosten. Da es an diesem Tag ca. 35°C im Schatten waren, verloren alle ziemlich schnell die Lust und wollten schnellstmöglich ins Freibad zum Abkühlen. Das Fazit dieses Tages lautet: "Die Rheinfälle waren wirklich ein Reinfall!"


Am Dienstag, den letzten Tag vor der Abreise konnte jeder noch einmal tun und lassen was er wollte. Die Einen gingen shoppen im Lindau-Park und die Anderen fuhren nach Österreich, um noch einige Mitbringsel für zu Hause zu besorgen. Der Rest ruhte sich auf dem Zeltplatz aus und einige verstauten schon ein paar Sachen.


Am Mittwoch stand die Rückreise auf dem Plan. Fast alle hatten bereits vor dem Frühstück ihre Koffer fertig gepackt, somit ging es danach an die allgemeinen Sachen sowie den Zeltabbau. Um 12 Uhr verließen wir den Zeltplatz Richtung Göttingen. Als die ersten Fahrzeuge am Feuerwehrhaus ankamen, hieß es aufräumen und Zeltböden reinigen. Nachdem alles sauber war, rollte auch gegen 19.30 Uhr das letzte Auto mit dem Anhänger auf den Platz. Jetzt musste nur noch alles verstaut werden und dann ging es endlich nach Hause.

 

>>Bilder des Zeltlagers<<