Abbruch mit Folgen

2013-05-26 11.37.16Eigentlich sollten bei den Kreiswettbewerben heute der Kreismeister und die Teilnehmer an den Bezirkswettbewerben für den Landkreis Göttingen ermittelt werden. Doch manchmal kommt alles anders als man denkt. Besonders dann, wenn das Wetter wieder einmal so gar nicht mitspielt. Diese schmerzhafte Erfahrung musste Rosdorf heute...

 

einmal mehr machen, als eine Hiobsbotschaft nach der Anderen kam.


Für das Wetter konnte niemand etwas, so nahmen wir es auch mit viel Verständis hin, dass sich die Eröffnung der Anmeldung immer weiter hinauszögerte und wir immer länger im Regen warten mussten. Schließlich versuchte der Veranstalter eine Lösung für die A-Teil Bahnen zu finden, die auf dem völlig aufgeweichten Sportplatz so nicht zu benutzen waren. Als wir dann allerdings später auf der Laufbahn 40 Minuten im strömenden Regen auf den Start warten mussten, da die Wertungsrichter sich nicht über die grundlegenden Regeln einig waren, schwand unsere Geduld von Minute zu Minute. Besonders unter dem Aspekt, dass es nicht das erste Mal war, dass eine Gruppen eine Ewigkeit auf der Bahn steht und auf den Start warten muss.
Nach drei stark chaotischen Läufen unserer drei Gruppen begaben wir uns dann erst einmal zum Aufwärmen und Umziehen in unsere Fahrzeuge. Anschließend ging es dann zum A-Teil. Hier mussten wir feststellen, dass sich zwar allergrößte Mühe gegeben wurde die Wettbewerbe so zu verändern dass sie unter den Witterungsbedingungen machbar waren, aber durch den starken Regen wurde auch dies immer schwerer möglich. Außerdem wichen sie durch das Entfernen bzw. Verändern von Teile der Wettbewerbsbahn doch immens von dem eigentlichen Wettbewerb ab.
Nach einigen Stunden stellte dann auch die Wettbewerbsleitung fest, dass die Wettbewerbe so wohl kaum bis zum Ende durchzuführen waren und entschied den gesamten Wettbewerb abzubrechen. In unseren Augen deutlich zu spät. Allerdings hängt an einem solchen Wettbewerb natürlich auch viel, so dass gerade die veranstaltende Feuerwehr immense Probleme bei einem Abbruch bekommt. Insoweit war die zögerliche Entscheidung nachvollziehbar.
Doch nun stellte sich eine ganz entscheidende Frage: Wer wird zu den Bezirkswettbewerben fahren? Eigentlich gab es nur wenige Möglichkeiten. Die Gruppen die sich letztes Jahr qualifiziert haben oder die Wettbewerbe werden an einem anderen Tag nachgeholt. Da wir die zweite Variante als die Fairste bevorzugten, boten wir sogar an, die Kreiswettbewerbe zur Not eine Woche später bei uns in Rosdorf zu wiederholen. Doch die Entscheidung fiel auf eine dritte Variante. Aus jeder Gemeinde soll der Gemeindesieger nächste Woche zu einem kleinen Kreiswettbewerb kommen und die besten 9 der 11 Gruppen qualifizieren sich für die Bezirkswettbewerbe.
Problem bei dieser Variante ist, dass sich aus jeder Gemeinde höchstens eine Gruppe qualifizieren kann. In den letzten Jahren gingen allerdings immer ca. 4 Plätze an die Gemeinde Rosdorf. In diesem Jahr wird das erstmals nicht möglich sein und es wird nur eine Jugendfeuerwehr aus der Gemeinde Rosdorf teilnehmen können, obwohl mehrere unter Umständen hervorrangende Leistungen erbringen. Dafür können sich Jugendfeuerwehren mit wesentlich schlechteren Ergebnissen für die Bezirkswettbewerbe qualifizieren. Auch die Qualifikation mehrerer Gruppen einer Jugendfeuerwehr zu den Bezirkswettbewerben ist somit ausgeschlossen. Diese Variante nimmt also vielen Jugendlichen, die sich seit Monaten auf die Wettbewerbe vorbereitet haben, die Möglichkeit an den Landeswettbewerben (die nur alle 2 Jahre stattfinden) teilzunehmen. Ob diese Methode fair ist muss jeder für sich selber entscheiden, wir jedenfalls halten diese Methode für unglücklich. Das Gruppengefühl innerhalb der Jugendfeuerwehr wird es auch nicht gerade verbessern, da jetzt auch die anderen Jugendlichen in der eigenen Jugendfeuerwehr zu ernsthaften Konkurrenten geworden sind, während es vorher möglich war gemeinsam weiter zu kommen.