Landeswettbewerbe 2011

Landeswettbewerbe 2011 in Delmenhorst

Letzte Gruppenbesprechung vor dem Wettkampf

Alle zwei Jahre finden die Landeswettbewerbe an wechselnden Orten statt. Dieses Jahr ging es nach Delmenhorst, eine sehr schöne kleine Stadt nahe Bremen. Die Teilnahme an den  Landeswettbewerben bedeutet nicht nur an einem Sonntag kurz zu den Wettkämpfen zu fahren, eine gute Übung abzuliefern und wieder zurück zu fahren, sondern ein ganzes Wochenende zum Üben, aber auch zum Spaß haben. Allein die Qualifikation bedeutet, dass man zu den besten 51 Jugendfeuerwehrgruppen von über 3000 aus 1900 Feuerwehren aus dem Land Niedersachsen gehört. Die Jugendfeuerwehr Rosdorf hat sich dieses Jahr zum dritten Mal in Folge qualifiziert und muss sich jetzt sowohl gegen den amtierenden deutschen Meister als auch gegen den amtierenden Vizemeister durchsetzten, da beide aus Niedersachsen kommen.

 

 


Bereits am Freitagmorgen reisten wir mit 15 Jugendlichen und Betreuern auf den Lagerplatz an. Weitere 20 Jugendliche, Eltern und Betreuer begleiteten uns und zelteten auf einem nahegelegenen Campingplatz. Nach fünf Stunden Fahrt mussten wir, da ein Unwetter aufzog, unsere Zelte in Rekordgeschwindigkeit aufbauen. Nachmittags hieß es dann entspannen und üben. Fleißig wurden Knoten gemacht, Schläuche gerollt, Leinenbeutel geworfen, das Anziehen geübt, usw. Nach dem Abendessen ging es dann in die Lagereigene Disco, um 23 Uhr hieß es dann schlafen gehen, schließlich musste man am nächsten Tag fit sein.


Am Samstag gingen alle Jugendfeuerwehren gemeinsam in einem Umzug in die Innenstadt von Delmenhorst, in der es eine Aktionsmeile zum Thema Jugendfeuerwehr gab. Den Umzug lockerten unsere Jugendlichen etwas auf, indem sie immer wieder Wellen starteten, die am Schluss sogar bis zum Ende des Umzuges durchhielten. So schafften wir es dann auch auf das Titelblatt der Regionalen Zeitung am nächsten Tag. Nachmittags ging es dann zum Probedurchlauf unter Wettbewerbsbedingungen. Dort konnten wir in einem Durchlauf schon einmal die Gerätschaften und örtlichen Gegebenheiten austesten. Der Probelauf lief erstaunlich gut. Nur fünf Miese im A-Teil und fünf Miese im B-Teil und die Zeiten waren auch ok. So galt es die Miese am nächsten Tag nicht mehr zu machen und sich beim Laufen noch zwei bis drei Sekunden zu verbessern. Abends ging es wieder in die Disco, wobei heute schon etwas früher Schluss war, da alle zu den Wettbewerben fit sein sollten.


Am Sonntag mussten wir früh aufstehen und frühstücken, um pünktlich beim A-Teil antreten zu können. Pünktlich zu den Wettbewerben kam dann auch unser Ortsbrandmeister, um die Jugendlichen zu unterstützen. Nach einem überragenden A-Teil, mit null Miesen und einer Knotenzeit von 9 Sekunden, bei anhaltendem Regen, freuten sich alle auf den B-Teil. Doch der lief nicht ganz nach unseren Vorstellungen. Wir bekamen fünf Miese auf den Schlauch, haben verworfen und liefen noch etwas langsamer als am Vortag. Damit waren zunächst alle Hoffnungen auf eine gute Platzierung verflogen. Bis zur Siegerehrung herrschten gemischte Gefühle. Großer Jubel herrschte bei uns, als der 27. Platz vorgelesen wurde, weil wir den amtierenden Bezirksmeister geschlagen haben und zweitens weil ab jetzt die bessere Hälfte anfing und wir noch im Rennen waren, doch nicht mehr lange. Auf Platz 26 dann, wurden wir aufgerufen. Im ersten Moment für Einige etwas enttäuschend, später mussten aber alle eingestehen, dass Platz 26 von über 3000 im Land Niedersachsen eine Top Leistung ist, auf die man stolz sein kann…


Aufregung gab es dann noch einmal bei Platz 3, der Punktgleich mit Platz 2 war (die ersten beiden qualifizieren sich für die Bundeswettbewerbe). In so einer Situation entscheidet das Los, welches entschied, dass Adenbüttel trotz der erbrachten Leistung „nur“ auf Platz drei kommt und sich somit nicht für die Bundeswettbewerbe qualifiziert hat. Aus Solidarität stand die ganze Tribüne auf und applaudierte mehrere Minuten lang für die völlig zerstörten Adenbüttler. So etwas wünscht man keiner Gruppe.


Nach der Siegerehrung ging es dann wieder in Richtung Heimat, wo wir bei Pizza und Cola unseren Erfolg feierten. Ganz herzlich bedanken möchten wir uns hier noch einmal bei allen, die mit uns mitgereist sind und uns bei den Wettbewerben unterstützt haben. Außerdem möchten wir uns bei der Jugendfeuerwehr Groß Denkte, für die schöne Zeit als unsere Nachbarn, auf dem Zeltplatz bedanken.

 

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